Eine Pflegekraft hält am Bett die Hand einer Seniorin, das Team steht in der Tür
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Palliativpflege zu Hause: Wie Angehörige die letzte Zeit gut begleiten

Was Palliativpflege im eigenen Zuhause leistet, welche Hilfen es gibt und wie Familien Kraft behalten. Antworten aus dem Palliativteam von Arche.

Palliativpflege·6 Min. Lesezeit·Interaktiv: Fragen, Checkliste, Quiz·Arche Pflegezentrum, Gelsenkirchen

Ihr Vater möchte die letzte Zeit zu Hause verbringen. Was hilft Ihnen als Angehörige am meisten?

Palliativpflege zu Hause bedeutet: Schmerzen und belastende Symptome werden gelindert, die Familie bleibt zusammen, und der Mensch bestimmt bis zuletzt selbst über seinen Tag. Damit das gelingt, brauchen Angehörige drei Dinge: ein erfahrenes Palliativteam, klare Absprachen mit dem Arzt und die Erlaubnis, selbst Kraft zu schöpfen.

Was leistet Palliativpflege im eigenen Zuhause?

Unser Palliativteam übernimmt Portpflege, Schmerzmanagement, Wundmanagement und Symptomkontrolle, etwa bei Übelkeit, Atemnot oder Unruhe. Ebenso wichtig sind Beratung und Anleitung der Angehörigen sowie die psychosoziale Begleitung von Patient und Familie. Pflegekräfte mit Palliativ-Zusatzweiterbildung wissen, was in dieser Phase hilft und was nicht mehr nötig ist.

Welche Hilfen gibt es zusätzlich?

Bei komplexem Bedarf kann der Arzt eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) verordnen; ein Palliativmediziner ist dann eng eingebunden. Ambulante Hospizdienste bieten ehrenamtliche Begleitung, Beratungsstellen helfen bei Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Mit einem Pflegegrad kommen Pflegesachleistungen und der Entlastungsbetrag dazu. Wir koordinieren diese Hilfen. Sie müssen nicht alles allein organisieren.

Wie begleiten Angehörige gut?

  • Zuhören statt lösen. Nicht jede Sorge braucht eine Antwort; Nähe reicht oft.
  • Wünsche ernst nehmen. Lieblingsessen, Musik, Besuch, Ruhe: Kleine Dinge werden groß.
  • Über Angst sprechen. Auch über die eigene. Das Palliativteam ist dafür da.
  • Kräfte einteilen. Nachtwachen, Termine, Haushalt: Lassen Sie sich entlasten, damit Sie da sein können.

Was, wenn es zu Hause nicht mehr geht?

Dann ist das keine Niederlage. Hospize und Palliativstationen sind gute Orte; wir beraten ehrlich, wann ein Wechsel sinnvoll ist, und begleiten den Übergang. Meistens jedoch lässt sich mit gut abgestimmten Medikamenten, einem erreichbaren Team und klaren Absprachen die letzte Zeit zu Hause verbringen.

Unsere Palliativpflege ist rund um die Uhr erreichbar: für Fragen, für Veränderungen, für die Nacht. Und für ein erstes Gespräch, das nichts verpflichtet.

Was Sie jetzt klären können

Drei Fragen zur Palliativpflege

1. Was bedeutet SAPV?

2. Ist ein Wechsel ins Hospiz ein Scheitern der häuslichen Pflege?

3. Was hilft Angehörigen laut unserem Team am meisten?

0 von 3 richtig

Passende Leistung: Palliativpflege. Oder rufen Sie uns direkt an: 0209 405 62 72, rund um die Uhr.

Weitere Ratgeber

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Unsere Fachkräfte beraten Sie kostenlos: am Telefon oder bei Ihnen zu Hause in Gelsenkirchen und Umgebung.

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